Wintercamping

Tipps

Auch im Winter sind Wohnwagen und Wohnmobil eine gute Alternative zu Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels. Für den Campingurlaub im Winter sollten Caravan oder Wohnmobil über eine doppelwandige Isolierung und einen doppelten Boden verfügen. Sind die Wände ca. 3 cm, Dach und Boden etwa 4 cm stark, bleibt es drinnen auch bei Minustemperaturen warm. Gute Ausrüstung und Planung schützen vor eisigen Überraschungen.

Ein paar wichtige Tipps haben wir hier für Sie zusammengestellt, damit das Campingerlebnis auch im Winter gegeben ist.

Was müssen Sie vor dem Start in Ihren Winterurlaub beachten?

  • Gute Wintercampingplätze sind oft früh ausgebucht. Rechtzeitig reservieren!
  • Winterreifen für Zugfahrzeug und Anhänger sind im Winter ein Muss. Wenn’s in die Berge geht, dürfen auch Schneeketten nicht fehlen. Montage vorher üben!
  • Brüchige oder poröse Gasschläuche austauschen. Im Winter generell kältebeständige Schläuche verwenden.
  • Heizung und Gebläse testen: Während der Aufheizphase alle Schranktüren, Stauklappen und Staukästen öffnen, um Kondenswasserbildung zu vermeiden.
  • Abgasrohr überprüfen.
  • Batterien vollkommen aufladen und während des Urlaubs stets in einem guten Ladezustand halten. Starterkabel und Abschleppseil einpacken.
  • Wassertanks (Frisch- und Schmutzwasser), -leitungen und Pumpe frostsicher machen, eventuell Heizstäbe und Frostwächter einbauen.
  • Tür und Fensterdichtungen mit Talkum oder ähnlichen Pflegemitteln einreiben.
  • Beim Wintercamping werden mindestens zwei Gasflaschen benötigt, pro Tag etwa 3 kg Gas einplanen. Eine Umschaltautomatik an den Gasflaschen verhindert, dass die Heizung ausfällt, wenn eine nachts Gasflasche leer ist. Achtung: Gasanlage im Winter nur mit Propangas betreiben; Butangas bleibt bei Temperaturen um und unter 0°C flüssig.
  • Ein Heizgerät am Druckregler für Gasflaschen verhindert bei Temperaturen unter ca. 4°C das Einfrieren der Regler. Bei Minusgraden bleiben die Öle flüssiger, der Regler funktionsfähig.
  • Frostschutz für Scheibenwischer und Kühler einfüllen.
  • Bei der Routenplanung Wintersperren beachten.
  • Leiter, Schneeschieber und Besen nicht vergessen.

Was muss ich auf dem Campingplatz beachten?

  • Der Stellplatz sollte schnee- und eisfrei sein, damit der Wagen bei Tauwetter nicht rutscht oder kippt.
  • Bretter unter den Rädern, dem Deichselrad und den Stützen verhindern, dass der Wagen bei Tauwetter einsinkt.
  • Handbremshebel, Auflaufeinrichtung und Gasflaschenkasten mit Planen oder Plastiktüten vor Vereisung schützen.
  • Stromkabel so verlegen, dass sie nicht festfrieren oder beim Schneeräumen beschädigt werden
  • Kabel aus Gummi verwenden – Plastikkabel können brechen!
  • Nach dem Aufstellen: Handbremse lösen, damit die Bremse nicht festfriert!
  • Einfach verglaste Fenster des Fahrerhauses von Wohnmobilen durch Trennvorhänge (Alkovenmodelle) abtrennen oder durch Isoliermatten abdecken.
  • Zwangsbe- und Entlüftungen nie schließen! Die Öffnungen dürfen nicht zuschneien oder durch Schneewälle verdeckt werden.
  • Nicht mit Katalytheizungen oder Infrarot-Gasstrahlern heizen! Sie entziehen der Luft Sauerstoff.
  • Ein Vorzelt dient als Stauraum, Trockenraum, Kühlschrank und als Wärmepuffer. Je steiler das Dach, desto leichter kann der Schnee entfernt werden.
  • Winterabdeckungen für Lüftungsgitter des Kühlschranks anbringen.
  • Wohnwagenschürzen schützen vor Kälte von unten. Achtung: nicht an allen vier Seiten montieren.
  • Kaminverlängerungen gewährleisten, dass auch bei Schneefall die Abluft stets ungehindert ins Freie gelangen kann. Kaminaufsätze bei Wohnmobilen müssen Dachaufbauten (Kofferboxen, Skiträgern, Gepäckträgern, etc.) um mindestens 10 cm überragen, wenn die Heizung einwandfrei funktionieren soll.
  • Heizung auch nachts und bei kurzer Abwesenheit betreiben; die Temperatur im Heizungsbereich sollte nicht unter 5°C absinken.
  • Regelmäßig (stoß)lüften und für ausreichend Frischluft sorgen: Für einige Minuten Fenster und Tür öffnen, damit die verbrauchte, feuchte Luft durch frische, trockene Luft ersetzt wird. Frische Luft erwärmt sich schneller.
  • Bei starkem Schneefall: Dächer von Wohnmobilen, Wohnwagen und Vorzelten regelmäßig von Schnee befreien.
  • Bei Minustemperaturen Wasser aus nicht isolierten oder geschützten Tanks ablassen, Eimer unter den Ablasshahn stellen. Achtung: Auch Leitungen, die an Außenwänden verlegt sind, frieren leicht ein
  • Kondenswasser schlägt sich besonders an nicht ausreichend belüfteten Innenwänden nieder, z.B. an den die Flächen hinter den Rückenpolstern der Sitze oder unter den Matratzen. Kontrollieren und gegebenenfalls trocknen.
  • Teppichboden auf dem Boden sorgt für warme Füße und hilft, Beschädigungen durch Skischuhe zu vermeiden