Corona: Fragen und Antworten

Camping in Corona-Zeiten

In der aktuell sehr dynamischen Situation ist der BVCD bestrebt, seine Mitglieder umgehend über Neuigkeiten bezüglich geltender Auflagen im Campingtourismus zu informieren.

UPDATE: 22. März 2021 - Lock-Down bis zum 18. April verlängert

  • Die Bundesregierung hat eine Verlängerung der bestehenden Einschränkungen bis zum 18. April angeordnet.
  • Es gilt weiterhin ein Verbot touristischer Übernachtungsangebote. Dieses Verbot betrifft auch Campingplätze. Lediglich für notwendige Zwecke werden im Inland Übernachtungsangebote zur Verfügung gestellt. Die Bundesregierung fordert weiterhin dazu auf, die Kontakte auf ein absolutes notwendiges Minimum zu reduzieren. Die konkrete Umsetzung der Regelungen liegt bei den einzelnen Bundesländern.
  • Der BVCD ist spurlos enttäuscht von den Beschlüssen. "Aktuell befinden wir uns in einem Dauerlock-Down ohne ein Ende in Sicht - so kann es nicht weitergehen. Campingurlaub an der frischen Luft ist insbesondere mit einer nationalen Teststrategie, in das die Campingplätze eingebunden werden und mit digitaler Nachverfolgung auch unter den gegenwärtigen Pandemiebedingungen vertretbar.", so Dr. Gunter Riechey, Präsident des BVCD.
  • Hier können Sie den aktuellen Beschluss des Corona-Gipfels vom 22. März einsehen.

Regelungen zu Dauercamping 

  • Ob und inwiefern Dauercamper ihren Platz betreten oder auf diesem übernachten dürfen, ist länderabhängig und nur teilweise klar in den Länderverordnungen geregelt. Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, und Thüringen treffen Aussagen zum Dauercampinggeschäft - in diesen Bundesländern ist das Dauercampen erlaubt beziehungsweise unter bestimmten Voraussetzungen auch noch aktuell gestattet. Für spezifische Fragen zum Übernachtungsangebot auf Campingplätzen einzelner Bundesländer verweisen wir auf unsere Landesverbände. Die nachfolgenden Bundesländer-Regelungen sind dem BVCD bezüglich Dauercamping bekannt (Stand: 20.04.2021):

In diesen Bundesländern ist Dauercamping uneingeschränkt erlaubt:

 

  • Niedersachsen (auch Saisoncamping)
  • Thüringen

In diesen Bundesländern ist Dauercamping unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt:

  • Baden-Württemberg: Nach Angaben des Staatsministeriums Baden-Württemberg gilt folgendes: „Jegliche gewerblichen Übernachtungsstätten wie Hotels, Gasthöfe, Ferienwohnungen, Campingplätze oder Jugendherbergen dürfen keine touristischen Übernachtungen anbieten. Davon ausgenommen sind Dienst- und Geschäftsreisen oder andere Gründe [...]. Dauercampen ist nur erlaubt, wenn ein Härtefall vorliegt. Also beispielsweise, wenn der Betroffene auf dem Campingplatz seinen ersten Wohnsitz hat. Saisoncampen ist dagegen nicht erlaubt.“ In Baden-Württemberg unterstützt der BVCD zusammen mit dem hiesigen Landesverband eine Klage von 14 Campingplätzen hinsichtlich der Gewährung von Dauercamping.
  • Bayern: Dauercamping ist erlaubt für strikt notwendige Zwecke (Erstwohnsitz und Zweitwohnsitz)
  • Brandenburg: Erlaubt für Dauercamper mit mindestens einjährigen Miet- bzw. Pachtvertrag
  • Hessen: Laut dem hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen ist "die Eigennutzung von Ferienhäusern, -wohnungen, Wohnwagen (auch als sogenannte "Dauercamper") o.ä ist grundsätzlich gestattet".
  • Mecklenburg-Vorpommern: Erlaubt für Dauercamper mit mindestens 6-monatigen Miet- bzw. Pachtvertrag mit Vertragsabschluss vor dem 31.08.2020.
  • Nordrhein-Westfalen: Erlaubt für Dauercamper mit mindestens 6-monatigen Miet- bzw. Pachtvertrag.
  • Sachsen-Anhalt: Die Nutzung von Dauercampingangeboten ist auf Personen beschränkt, die dort ihren Erst-oder Zweitwohnsitz angemeldet haben bzw. die aus nicht-touristischen, d.h. aus notwendigen und unaufschiebbaren familiären und beruflichen Gründen, eine Übernachtung benötigen.
  • Schleswig-Holstein: Erlaubt für Dauercamper mit Miet- bzw. Pachtvertrag über mindestens fünf Monate.

In diesen Bundesländern ist Dauercamping nicht erlaubt:

  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland

Diese Bundesländer machen keine Angaben zu Dauercamping:

  • Berlin
  • Bremen
  • Hamburg
  • Sachsen
  • Zur Abfederung der wirtschaftlichen Schäden bietet der Bund eine außerordentliche Wirtschaftshilfe an. Weitere Infos finden Sie im Punkt "Hilfestellungen".

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Folgende Informations-Datenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie dem Kompetenzzentrum Tourismus liefert Campingplatzbetreibern und Campinggästen wichtige Infos zum aktuellen Stand der Regelungen im jeweiligen Bundesland.

Aufgrund der hohen Dynamik kann es zur Verzögerung der aktualisierten Darstellung kommen.