Corona: Fragen und Antworten

Camping in Corona-Zeiten

UPDATE: 15. Oktober 2020, 15:30 Uhr - Baden-Württemberg hebt Beherbergungsverbot auf, Sachsen-Anhalt kündigt die Aufhebung an

Der Klage eines Antragsstellers aus Nordrhein-Westfalen, dass das Beherbergungsverbot in Baden-Württemberg "unverhältnismäßig" sei, stimmte das Gericht zu und kippte das Beherbergungsverbot. Auch Sachsen kündigt die Aufhebung für Samstag, den 17. Oktober 2020 an. In den Herbstferien kann damit auch in Sachsen wieder gecampt werden. 

UPDATE: 15. Oktober 2020 - keine neuen Beschlüsse zum Beherbergungsverbot in der Ministerkonferenz

Am Mittwochabend, den 14. Oktober 2020, trafen sich Bund und Länder erneut, um über die Corona-Dynamik zu diskutieren und neue Maßnahmen zu verabschieden. Die Thematiken der Reise- und Beherbergungsverbote wurde in der Konferenz "verschoben", konkret heißt es: "Bund und Länder fordern eindringlich alle Bürgerinnen und Bürger auf, nicht erforderliche innerdeutsche Reisen in Gebiete und aus Gebieten heraus, welche die Grenze 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage übersteigen, zu vermeiden. Die Regelungen der Bundesländer bezüglich der Beherbergung für Reisende aus besonders betroffenen Gebieten werden im Lichte der Erfahrungen und des weiteren Verlaufs des Infektionsgeschehens zum Ende der Herbstferien am 8. November neu bewertet. Auf dieser Grundlage soll eine möglichst einheitliche Anschlussregelung erarbeitet werden."

UPDATE 13. Oktober 2020 - der "Flickenteppich" der Regelungen setzt sich fort

  • Rheinland-Pfalz - Geplantes Beherbergungsverbot tritt nicht in Kraft.
    Für Dienstag, den 13. Oktober 2020 ist auch für Rheinland-Pfalz die Umsetzung ein Beherbergungsverbot für Einreisende aus Risikogebieten geplant gewesen. "Solange diese Debatte nicht zu Ende geführt ist, werden wir diese Regelung auch nicht anwenden", betonte Dreyer, die eine bundeseinheitliche Maßnahme für die beste Lösung hielte. Sie werde das Thema am Mittwoch in die Beratungen der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einbringen. Quelle: www.swr.de
  • Thüringen - kein Beherbergungsverbot für Menschen aus inländischen Risiko-Gebieten
    Dem von den meisten Bundesländern in der vergangenen Woche verabschiedeten Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten erteilt Thüringen eine Absage. Demzufolge dürften Personen aus Risikogebieten nur bei Vorlage eines negativen Corona-Tests in Beherbergungsbetrieben übernachten. Von Hoteliers zu verlangen, Reisende aus inländischen Corona-Risikogebieten nicht aufzunehmen oder aus dem Haus zu verweisen, komme nach Ansicht von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) allerdings einem „Eingriff in das Gewerberecht“ gleich. Auch sei dies eine Aufgabe von Polizei und Ordnungsämtern und dürfe nicht dem Hotelier aufgebürdet werden. Ramelow verwies auf das bereits bestehende und deutschlandweite Infektionsschutzgesetz, wonach ein Amtsarzt und das örtliche Gesundheitsamt Quarantäne für infizierte Menschen oder Bürger mit Infektionsverdacht anordnen. Auch Bremen, Niedersachsen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern trugen die Vereinbarung nicht mit. Quelle: www.mdr.de
  • Berlin - Widerstand gegen Beherbungsverbot angekündigt
    Die Welle der Kritik an den innerdeutschen Beherbergungsverboten schwillt weiter an. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller monierte im Tagesspiegel, diese Verbote schafften „vor allem eins: Verwirrung und Unverständnis". Der Zeitung zufolge will Müller die Beherbergungsverbote am Mittwoch bei der Bund-Länder-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Tagesordnung setzen. Auch alle Oppositionsparteien im Bundestag und der Deutsche Städtetag fordern das Ende der Verbote. Nur Kanzleramtsminister Helge Braun verteidigt sie noch. Quelle: www.ntv.de

Die nächste Ministerkonferenz ist für Mittwoch, den 14. Oktober 2020 geplant. Der BVCD lehnt den Flickenteppich von innerdeutschen Reiseverboten ab und fordert bundesweit einheitliche und praktikablere Regelungen. Präventive Maßnahmen des Gesundheitsschutzes zur Verringerung des Infektionsrisikos begrüßt der BVCD grundsätzlich. Letztere müssen jedoch im Dialog mit den einzelnen Tourismusformen differenziert in Abhängigkeit vom jeweiligen Übertragungsrisiko vereinbart werden. Weitere Informationen gibt es hier.

UPDATE - 9. OKTOBER 2020 - Reisen in und aus innerdeutschen Risikogebieten 

  • Einschränkungen für Gäste aus Risikogebieten: Campinggäste aus einem Gebiet, in dem die Zahl der Neuinfektionen nach den Daten des Robert- Koch-Institutes innerhalb der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner über 50 liegt, müssen mit deutlichen Einschränkungen rechnen. Eine Übersicht über die aktuellen Risikogebiete gibt es hier.

  • Teils Beherbergungsverbot für Gäste aus "Corona-Hotspots": Einige Bundesländer verlangen einen negativen Corona Tests, um Gäste aus sogenannten "Corona-Hotspots" beherbergen zu dürfen. Wenn dieser nicht erbracht wird, wird ein Beherbergungsverbot ausgesprochen. Welche lokale Infektionsrate einen "Corona-Hotspot" ausmacht, legt jedoch jedes Bundesland selbst fest und ist in der Übersicht unten einzusehen.

  • Campingurlaub im Herbst? Erst informieren, dann reservieren: Campinggäste sollten sich unbedingt vor Anreise eines geplanten Campingurlaubs über die örtlichen Bestimmungen informieren. Bei Unsicherheiten empfiehlt der BVCD, den Campingplatz zu kontaktieren und nachzufragen, ob ein Beherbergungsverbot besteht und welche sonstigen Bestimmungen einzuhalten sind. Vielen Dank.

Folgende Informations-Datenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie dem Kompetenzzentrum Tourismus liefert Campingplatzbetreibern und Campinggästen wichtige Infos zum aktuellen Stand der Regelungen im jeweiligen Bundesland.